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Rostocker Strandkorb erobert die Welt


Gestreiftes Ostseestrandmöbel begeistert Sonnenanbeter an der Pazifikküste

Eine 125 Jahre alte Rostocker Erfindung schmückt heute Californiens Sandstrand und Floridas Wohnzimmer. Vor 125 Jahren erfand Wilhelm Bartelmann Deutschlands maritimes Möbelstück Nr. 1, den Strandkorb. Inzwischen schätzt man das gemütliche Streifenmodell sogar in Übersee.

Wilhelm Bartelmann, ein Rostocker Korbmachermeister, erhielt 1882 von Elfriede von Maltzahn den Auftrag zur Anfertigung einer „Sitzgelegenheit für den Strand als Schutz vor allzu viel Sonne und Wind“. Trotz ihres Rheumaleidens wollte sie sich das gesunde Reizklima an der Ostsee nicht entgehen lassen. Aus Weiden und Rohr fertigte Bartelmann einen Einsitzer, in dem Frau von Maltzahn es sich alsbald am Strand des Ostseebades Warnemünde gemütlich machte.

Von Spöttern und Neidern anfangs als „aufrecht stehender Wäschekorb“ belächelt, ließ der behagliche Anblick des „Strandstuhles“ die Nachfrage in der Bartelmannschen Korbflechterei aber bald rapide steigen. Bereits 1883 wurde ein lauschiges Modell für zwei Personen gefertigt und Wilhelms Frau Elisabeth Bartelmann gründete die erste Strandkorbvermietung der Welt in Warnemünde, nicht weit entfernt vom Leuchtturm.

Da es versäumt wurde Patent anzumelden und die Nachfrage stetig stieg, wurden Strandkörbe bald auch von anderen Handwerkern gefertigt und weiterentwickelt. So entstanden Modelle mit Fußstützen, Armlehnen, Seitentischchen und im Jahr 1897 von seinem ehemaligen Lehrling Johann Falk ein Modell mit verstellbarer Rückenlehne, ein so genannter Halblieger.

Von der Nordsee bis Ostpreußen belieferte Bartelmann viele Seebäder. In großen Stückzahlen fertigte er, inzwischen Hof-Korbmachermeister, die Strandmöbel in seiner Rostocker Werkstatt und begründete damit die Strandkorbindustrie. Er selbst sah sich allerdings stets als Handwerker, nicht als Fabrikant.

Wilhelm und Elisabeth Bartelmanns Nachfahren gründeten später entlang der Ostseeküste weitere 6 Geschäfte unter dem Familiennamen. Sohn Max eröffnete 1903 mit seiner Frau Martha das Geschäftshaus in Kühlungsborn-West, damals Arendsee. Enkel Rudolf und Ehefrau Ingrid manövrierten es ab 1946 durch das unruhige Fahrwasser der DDR. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 erhielt das Familienunternehmen durch deren Tochter Ingrid und Ehemann Reinhold erneut neuen Aufschwung und wird seit 2004 durch Wilhelm Bartelmanns Ururenkel Andreas in der 4. Generation fortgeführt.

Seit nunmehr 125 Jahren erfreut sich der Strandkorb wachsender Beliebtheit. Inzwischen schätzt man die gemütlichen Zweisitzer sogar in Übersee. Die Firma Paradise Sungarden etwa begeistert Sonnenhungrige in ganz Florida mit den gestreifen oder karierten Zweisitzern, die inzwischen auch in Gärten und an Swimmingpools im Binnenland und sogar in Wohnzimmern eine gute Figur machen. Trotz des steigenden Bedarfs weltweit wird übrigens immer noch wie zu Erfinderzeiten per Hand geflochten.

20.04.2007

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