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Riesenstrandkorb soll
G8-Staatschefs in Heiligendamm vereinen


Heringsdorf/Heiligendamm (dpa) - Die politischen Differenzen zwischen den G8-Staatschefs sind wenige Tage vor dem Gipfel im Ostseebad Heiligendamm unübersehbar.

G8- GIPFEL StrandkorbWährend die Politiker und die Diplomaten-Entourage von der kommenden Woche im Grand Hotel in Heiligendamm hinter den verschlossenen Türen ihre Standpunkte - vor allem beim Klimaschutz - austauschen werden, soll der potenzielle «Friedensstifter» des Treffens auf dem Rasen vor dem Tagungsort stehen: Ein in Mecklenburg-Vorpommern gebauter Riesenstrandkorb soll die acht Staatschefs und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unter dem Sonnendach vereinen. Unterstützt von der beruhigenden Wirkung der Ostseewellen vor dem Hotelkomplex soll er für Entspannung, ein bisschen Urlaubsstimmung und Gelassenheit unter den Politikern sorgen.

Gebaut wurde das mehr als zwei Meter hohe und sechs Meter lange Strandmöbel in Heringsdorf auf der Insel Usedom in der ältesten Strandkorbfabrik Deutschlands. In der 1925 gegründeten Heringsdorfer Korb GmbH wurden für das maritime Riesenmöbel mehr als zwei Kilometer Flechtband, ein Kubikmeter Holz und 35 Quadratmeter blau- weißer Stoff verarbeitet, erzählt Firmenchef Mathias Fromholz.

Neben dem Taucheranzug ist der Strandkorb eine ureigene Erfindung aus Mecklenburg-Vorpommern und blickt in diesem Jahr auf eine 125- jährige Erfolgsgeschichte zurück. Wohl kaum ein anderes Möbelstück ist so urdeutsch geblieben: Weder an den spanischen Stränden der Kanaren noch an der Küste Floridas oder an der russischen Schwarzmeerküste finden sich die Strandmöbel mit den geflochtenen Weidenhauben. Dafür stehen Strandkörbe aber in exklusiven Hotel- Lounges, Gärten oder auf Terrassen in Übersee und in Australien. «Meist sind die Abnehmer deutsche Aussiedler, die sich ein Stück Deutschland mit in die Fremde nehmen.»

Auftraggeber für das Riesenmöbel ist das Land Mecklenburg- Vorpommern. «Es gibt kaum ein stärkeres Symbol, das sich so mit Mecklenburg-Vorpommern verbindet wie der Strandkorb», sagt Bernhard Gläss, Leiter des Landesmarketing. Er hofft, dass sich die Politiker zu einem gemeinsamen Gruppenbild in das Möbel setzen und die Fotos um die Welt gehen und so für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern werben.

Seinen Siegeszug verdankt der Strandkorb dem oft rauen Ostseewetter und einer an Rheuma leidenden Dame. Sie beauftragte den 1882 Hofkorbmacher Wilhelm Bartelmann in Rostock, einen Schutz zu bauen, der am Strand gleichermaßen vor Sonne und Wind schützte. Bartelmann fertigte einen Strandstuhl, der anfangs einem hochgezogenen Wäschekorb ähnelte. Ein Jahr später war seine Frau Chefin der ersten Strandkorbvermietung in Rostock-Warnemünde.

31.05.2007

dpa

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