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Geschichte, Historie und Chronik des
Ostseebades Kühlungsborn
bis 1900

10.000 bis 3.000 Jahre v.u.Z:
Mittl. Steinzeit (Mesolithikum)
Die Eiszeit prägte über Jahrtausende hinweg die mecklenburgische Landschaft. Die Küstenlinie der Ostsee entstand in ihrer heutigen Form vor etwa 4000 bis 5000 Jahren.
Für den Zeitraum ab 10.000 Jahre v.u.Z. lässt sich eine Besiedlung Mecklenburgs nachweisen. Das sich nach der letzten Eiszeit weiter verbessernde Klima ermöglicht nun auch eine ständige Besiedlung des Küstenraums, da das Nahrungsangebot (Wild, Fische, Früchte) ausreichend geworden ist. Dies geschieht vor ca. 5000 Jahren.
3.000 bis 1.600 v.u.Z.:
Jüngere Steinzeit (Neolithikum)
Die Menschen jagen, übernehmen die bäuerliche Lebensweise, entwickeln kultische Zeremonien und hinterlassen somit entsprechende Siedlungsspuren.
600 bis 1.200:
Slawenzeit
Der Kühlungsborner Raum wird schon in der Jüngeren Steinzeit besiedelt, wie Hügelgräber und einzelne steinzeitliche Funde beweisen.
6.Jahrhundert
Im Zuge der Völkerwanderung dringen von Osten slawische Stämme vor und siedeln hier
1160
- bis schließlich das Gebiet unter dem Vorwand der Christianisierung von Herzog Heinrich dem Löwen erobert wird.
um 1200
Deutsche Einwanderer beginnen nun mit ihrem Kolonisierungswerk und legen nach und nach Hagendörfer an.
1219
Der Ort Brunshaupten wird erstmals in der Stiftungsurkunde des Nonnenklosters Sonnenkamp, dem späteren Neukloster (vorher Kloster Parchow bei Westenbrügge, nahe Kröpelin), erwähnt. Fürst Heinrich Borwin I. spricht darin dem Kloster die Einnahmen aus 30 Hufen [Höfe] und der halben Strandfischerei zu.
vermutlich 1211-19
Errichtung der frühgotischen Dorfkirche in Brunshaupten.
1275
Herzogin Anastasia macht dem Kloster Sonnenkamp das Dorf Arendsee zum Geschenk, damit findet auch dieser Ort erstmals Erwähnung.
1549
Einführung der Reformation in Mecklenburg.
1552
Die Klöster im Land werden säkularisiert und der fürstlichen Verwaltung unterstellt; Brunshaupten und Arendsee sind somit keine Klosterdörfer mehr.
1618-48
(Dreißigjähriger Krieg) Im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen Krieg wird auch Fulgen erstmals genannt.
1669-72
Laut Kirchenbuch finden hier noch Hexenprozesse statt.
1684
Die Kirche erhält den hölzernen Glockenturm.
1745-61
Der Erbpachthof mit den Dörfern Brunshaupten und Arendsee wird an den Herrn von Oertzen auf Roggow verpfändet (1786 geht der Hof ein, der Acker wird verteilt).
1756-63
(Siebenjähriger Krieg) Preußische Soldaten fallen 1758/59 erneut in Mecklenburg ein und bringen großes Leid über die Bevölkerung.
1762
Das Kirchenverzeichnis gibt Auskunft über die Bevölkerungszahl, das Gewerbe und das Schulwesen während des Siebenjährigen Krieges, u.a.:

Brunshaupten Arendsee
17 Wohnhäuser und 25 Katen 4 Wohnhäuser und 6 Katen
10 Bauerngehöfte 5 Bauerngehöfte
= 174 Einwohner = 60 Einwohner

Für beide Orte sind 29 Schulkinder registriert.
1793
Gründung des ersten deutschen Seebades in Heiligendamm.
1812
Der Erbpachthof Fulgen entsteht aus einer Strandvogtei.
um 1850-1857
Der Erbpächter Wittholz nimmt erste Badegäste in seinem Wohnhaus in Fulgen auf, wenig später richtet er ein Logierhaus ein und wirbt mit einem Badeprospekt.
1869
Brunshaupten und Arendsee sind selbständige Gemeinden.
1872
Die Windmühle an der Cubanzestraße wird errichtet.
1878
Der Leuchtturm in Bastorf nimmt seinen Betrieb auf.
kurz vor 1880
1-klassige Dorfschule am heutigen Grünen Weg wird eröffnet.
1882
Arendsee erhält eine Seenotrettungsstation.
1880 oder 1881(umstritten)
Die ersten Badegäste nehmen in Brunshaupten (bei Erbschmied Sengebusch) Quartier. Der Eingriebersteig im Stadtwald erinnert heute daran. Tischlermeister Bünger baut erste einfache Badehütten.
1882
Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann fertigt den ersten Strandkorb in Rostock an der Ostsee.
um 1885
Das erste Hotel im Ort (Hotel „Bünger“) wird eröffnet.
1884
In Arendsee erscheinen die ersten Badegäste. Auch hier stehen zunächst nur einfache Privatquartiere zur Verfügung. Das Leben der Einheimischen ändert sich in beiden Orten radikal; immer mehr Häusler erzielen durch die Aufnahme von Badegästen einen Nebenverdienst.
1886
Ein gemeinnütziger Badeverein wird in Brunshaupten gegründet; Badeärzte und Apotheker lassen sich im Ort nieder.
1887
Eine Postagentur wird erstmalig in Brunshaupten erwähnt (auch für Arendsee und Fulgen zuständig).
1888
Karl Risch, Vorsitzender des Badevereins und späterer Dorfvorsteher, errichtet auf seinem Grundstück eine Ziegelei. Sie wird Hauptlieferant für die zahlreichen Bauten in Arendsee und Brunshaupten.
1890
Die erste gedruckte Kurliste erscheint in Brunshaupten (320 Badegäste erfasst).
1895
Die ersten Badeanstalten, streng getrennt nach Damen und Herren, gut 100 m voneinander entfernt, und "Seebrücken" (eigentlich nur Seestege) werden gebaut.
Mitte der 1890er Jahre
Für die Mitte der 1890er Jahre wird folgendes erfasst:

Brunshaupten Arendsee
600 Einwohner 200 Einwohner
1.037 Badegäste (1895) 480 Badegäste (1896)


1896
Der "Brunshauptener Spar- und Darlehensverein" gründet sich. Aus ihm geht später die Brunshauptener Bank hervor (1923 wird das eigene Bankgebäude bezogen).
Juni 1898
Feierliche Einweihung der Chaussee Brunshaupten-Kröpelin.
um 1898
Eine Postagentur in Arendsee wird aufgeführt (vermutlich einherlaufend mit dem Bau des "Hotels zur Post".
April 1898
"Rostocker Zeitung": "Das Seebad Arendsee gehört heute schon zu den beliebtesten und besuchtesten Seebädern der Ostseeküste".
1899
"Meyers Reisehandbuch" (über Arendsee): "Ein gern besuchter, im Aufblühen begriffener Badeort".
1900
Erste Warmbadeanstalt in Brunshaupten wird eröffnet. In den Orten werden zusammen 5.003 Badegäste registriert (Brunshaupten: 3.250 / Arendsee: 1.753).
01.06.1900
Die einstige Postagentur in Brunshaupten wird Postamt.

Die Stadtentwicklung in Zahlen und Fakten:
bis 1900 / 1900- 1914 / 1915- 1945 / 1946- 1999 / 2000- heute

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